![]() ![]() Ohrenkorrektur | OhrkorrekturOhren anlegen lassen, Abstehende OhrenSind die Ohren nach eigenem Empfinden zu groß oder stehen sie zu weit ab (Segelohren) so bietet die Ohrenanlegeplastik (Otopexie) die Möglichkeit, diese zu verkleinern oder anzulegen. „Abstehende Ohren“ ist die Fehlbildung, die an den Ohren am häufigsten vorkommt. Sie rufen gerade bei Kindern und Jugendlichen oftmals Scham und psychische Störungen hervor. Diese Scham wird meist von Minderwertigkeitskomplexen begleitet.Für abstehende Ohren ist eine zu schwache Ausbildung der Hauptfalte der Ohrmuschel (Anthelix), eine zu große Ohrmuschel oder eine Kombination aus beiden Fehlbildungen verantwortlich. Die Ohrmuschel sollte zum Zeitpunkt des Eingriffs voll ausgebildet sein. Die Ohren erreichen Ihre endgültige Größe bereits im vierten Lebensjahr. Aufgrund der Psyche eines Kindes, welches mit eventuellen Hänseleien und Verspottungen zurechtkommen muss, ist eine operative Korrektur noch vor dem Schuleintrittsalter, spätestens aber vor Vollendung des zehnten Lebensjahres am sinnvollsten. Die Korrektur der Ohren ist auch im Erwachsenenalter durchführbar. Grundsätzlich sind die Verfahren für Erwachsenen identisch denen für Kinder. Selbst bei verschiedenen Problemen am Ohr (angeboren oder auch erworben) kann eine Korrektur der Ohren vorgenommen werden. Oftmals steht nur der obere Teil des Ohrs ab, oder das Ohr ist zu klein oder es besteht eine fehlende Faltung des Ohrs. All diese Fehlbildungen können Anlass zu einer Korrektur geben. Auch können besonders groß geratene Ohrläppchen korrigiert werden. TherapieprinzipBeim Eingriff findet eine Neuformung der so genannten Anthelixfalte statt. Die Ohrmuschel kann optional oder zusätzlich verkleinert werden. - Technik nach Stenström, diese besteht aus der Schwächung des Ohrknorpels an der Vorderseite. Eine Mischung aus den Techniken Stenström und Mustardé werden in der Regel bevorzugt. Anfangs erfolgt die Entfernung einer Hautspindel hinter der Ohrmuschel. Nun folgen die Ablösung der Haut an der Vorderseite der Anthelixfalte (von der Hinterseite) und die Schwächung des Knorpels mittels einer Feile, so dass sich der Knorpel leichter verformen lässt. Mit zwei einzelnen, von außen nicht sichtbaren Nähten aus nicht-auflösbarem Nahtmaterial wird die Fixierung der Hauptfalte der Ohrmuschel sichergestellt. Ein sichelförmiger Knorpelanteil aus der Ohrmuschel neben dem Gehörgang kann bei Bedarf zudem noch entfernt werden.
NarkoseBei Schulkindern und Erwachsenen wird der Eingriff in der Regel nur unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei Kleinkindern ist eine Vollnarkose notwendig.Risiken des OhrenkorrekturSelten ergeben sich nach dem Eingriff Infektionen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen. Eine überschießende Narbenbildung, die gegebenenfalls weiter behandelt werden muss, kommt sehr selten vor. Sehr selten sind ebenfalls Infektionen des Knorpels und Schädigungen von Haut und Knorpel durch Durchblutungsstörungen (vor allem nach Voroperationen), die zu einer Verzögerung der Heilung führen können. Zu einer Unverträglichkeit des Nahtmaterials kommt es auch sehr selten. Wie jeder operative Eingriff fordert auch dieser die Durchtrennung feiner Hautnerven, welcher zu Gefühlsminderung oder Missempfindung insbesondere bei Kälte führen kann. In der Regel bildet sich das innerhalb weniger Monate zurück, kann in Ausnahmefällen aber auch dauerhaft bleiben.Nach der OperationMeistens wird mit dem Eingriff ein gutes Ergebnis erzielt. Wegen der noch bestehenden Restschwellung, ist die endgültige neue Form des Ohrs erst nach zwei bis drei Monaten sichtbar. Nach ca. 6 Monaten verblasst die Narbe und ist dann in der Regel kaum noch zu sehen. Da kein Ohr dem anderen gleicht, kann auch nach der Operation ein Ohr größer sein als das andere. Durch Narbenbildung oder durch Rückstellkräfte des Knorpels ist es möglich, dass sich nach dem Eingriff das Ergebnis noch verändert. Eine erneute Deformierung der Ohrmuschel kann auftreten. Solche Vorkommnisse werden durch einen zweiten korrigierenden Eingriff behoben. |
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