![]() ![]() SchweißdrüsenabsaugungÜbermäßiges Schwitzen | Schweißdrüsen absaugen | SchweißdrüsenentfernungÜbermäßiges und damit unangenehmes Schwitzen in den Achselhöhlen, den Handflächen, Fußsohlen oder anderen Körperregionen kann für die Betroffenen ein Problem darstellen. Unter Hyperhidrose versteht man die übermäßige Produktion von Schweiß, Bromhidrose bezeichnet die übermäßige Produktion von übel riechendem Schweiß.DiagnoseAllgemeine internistische Krankheiten wie z.B. eine Schilddrüsenerkrankung (Schilddrüsenüberfunktion) sollten vorher bereits ausgeschlossen werden. Der Ort der vermehrten Schweißproduktion kann mit dem so genannten Jod-Stärke-Test (Minor-Test) diagnostiziert werden. Hierzu wird Lugolsche Lösung (3%-ige Jodlösung) auf die Körperregion aufgetragen, die untersucht wird. Ist die Lösung angetrocknet, kann Stärkemehl auf die fragliche Körperregion aufgetragen werden. An den Stellen der übermäßigen Schweißproduktion färbt sich das Stärkemehl durch die Flüssigkeit und die aufgetragene Jodlösung braun bzw. Schwarz. In der Regel können Patienten gut angeben in welchen Regionen sie zu übermäßiger Schweißproduktion neigen.TherapieEs gibt unterschiedliche Therapieansätze.Heutzutage kaum noch angewendet, wird die chirurgische Exzision. Dabei wird die Haut und das Fettgewebe komplett entfernt, anschließend eine Verschiebelappenplastik oder freie Hauttransplantation durchgeführt. Dies ist die invasivste Methode zur Behandlung Hyperhidrose in den Achselhöhlen. Die Thorakale Sympathektomie ist ein Eingriff über einen endoskopischen Zugang, bei dem der Nervenstrang, der die übermäßige Schweißproduktion steuert, zerstört wird. Folgen der Operation können Störungen des sympathischen Nervensystems (Horner-Syndrom, Störungen beim Schmecken o.ä.) und Schädigungen der Lunge (Pneumothorax, Blutung) sein. Auch diese Methode wird heutzutage nur selten angewendet. Botulinumtoxin kann die Nervenübertragung auf die Schweißdrüsen stören, welche durch den Stoff Acetylcholin gesteuert wird. Bei dieser Form der Behandlung wird Botulinumtoxin gleichmäßig in der zu behandelnden Region gespritzt. Nach ca. 3 – 6 Monaten klingt die Wirkung allerdings wieder ab. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen sind deswegen mindestens 2 Behandlungen pro Jahr erforderlich. Mit Hilfe der Saugkürretage (Schweißdrüsenabsaugung) kann man die störenden Schweißdrüsen die direkt unter der Lederhaut im Fettgewebe liegen absaugen. Hierbei wird in der Regel eine Reduktion der Schweißdrüsen um ca. 70 % erzielt. Menschen mit starker Schweißbildung profitieren deswegen von diesem Ergebnis weitaus mehr als Menschen mit niedriger Sekretion. Nur ca. 5 % aller Betroffenen benötigt eine weitere Behandlung, welche problemlos durchführbar ist. Praktisch wird die Lederhaut von innen mit der Kanüle abgekratzt, wobei die Schweißdrüsen großflächig abgesaugt werden. Dieser Eingriff kann besonders gut in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Wundheilungsstörungen, die durch die die starke Ausdünnung und die damit verbundene Durchblutungsstörung der Haut bedingt sind, ergeben sich gelegentlich. Bewertung der verschiedenen MethodenDie vorgestellten Methoden sind unterschiedlich invasiv. Wir empfehlen zunächst Botulinumtoxin oder eine Schweißdrüsenabsaugung, weil es sich hierbei um weniger invasive Methoden handelt.Narkose bei der SchweißdrüsenabsaugungJe nach Eingriff wird eine lokale Betäubung (Schweißdrüsenabsaugung) oder eine Vollnarkose (Sympathektomie) vorgenommen.Risiken der BehandlungenFast keine Nebenwirkungen hat die Injektion von Botulinumtoxin. Auch Infektionen kommen praktisch nicht vor. Manchmal kann sich durch die Antikörperbildung eine fehlende Ansprechbarkeit ergeben.Bei der Schweißdrüsenabsaugung kann es zu kleineren Hautdefekten, Flüssigkeitsansammlungen (Seromen) und einer Minderung des Haarwuchses kommen. Schwerere Wundheilungsstörungen sind theoretisch möglich, wurden bisher aber noch nicht beobachtet. Behandlung nach dem EingriffKeine gesonderte Nachbehandlung erfordert die Injektion von Botulinumtoxin.Bei der Absaugung ist es unabdingbar einen Kompressionsverband anzulegen. Die Haut wird also innerhalb von 24 Stunden von neuen Blutgefäßen ernährt, die eingewachsen. Nach drei Tagen wird der Verband erneuert und bis zum sechsten Tag nach der Operation belassen. Abhängig von der Wundheilung ist danach nur noch ein kleiner Wundverband notwendig. Durch den Eingriff entsteht unter der Haut der Achselhöhle eine flächendeckende Narbe, die vorübergehend das Anheben und Senken der Arme im Schultergelenk etwas behindert. Falls in seltenen Fällen eine weitere Behandlung erforderlich ist, kann diese frühestens nach 6 Monaten durchgeführt werden. |
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